ANDRE GALLUZZI // cocoon.net, ffm
OLIVER GOLDT // freude am tanzen
MBECK // freude am tanzen
NEOLECTRIC // manga, spektrum ost

+++ SHUTTLE-TRANSFER zum Club von JENA MITTE +++
...genaue Zeiten folgen...

PaukenBassSchlag zum Manga Saisonopening!

Wir starten die IndoorClubbing Jahreszeit gleich mal mit einem Glanzpunkt, um seine eigenen Beine samt darauf montierten Körper sich selbst zu überlassen. Einer der Berliner Fixpunkte für radikales Feiern und Gefeiertwerden - Synonym für die Abfahrt an sich: Mister Andre Galluzzi gibt sich die technoide Ehre! Als legendär gilt sein Taksi Projekt mit Paul Brtschitsch, seine ausschweifenden Sets im Berghain Vorläufer Ostgut und sein Ruf als Held der Arbeit generell. Aber, Drauflosballern war und ist nicht seine Passion. Ihm geht es um Spannungsbögen mit beiderseitigen Wellen der Dankbarkeit zwischen Akteur und Crowd. Seine Sounds erstrecken sich in ihrer ganzen Vielseitigkeit von dunklen, spacigen Klängen über die unbeschwerte Lässigkeit houseorientierter Musik, bis hin zu kickenden Technogrooves mit wirklichen Arrangements, weit weg von tooliger Langerweile und stumpfen Drumlines.
Da passen die beiden Mimen Oliver Goldt und Mbeck zur Ausformulierung einer perfekten „Vorbereitung“ wie die Faust aufs Auge. Sie haben mit ihren Duo-Qualitäten im Juni den Ausfall des Noze Gesellen mehr als nur kompensiert - ihr Leitruf ganz klar: „Aus Liebe zur Musik“! Oliver Goldts langjährige Wirkungsstätte ist das Kassablanca und die Freude am Tanzen Labelglitsche. Kollege Mbeck hat als working Fatplastics Komplize, Plattenworkshop-Kurator und gern gebuchter Schöne Freiheitler seinen festen Halt im Jenaer Nachtleben.
This is the end gibt es diesmal von und mit Mangese Neo - erlesene glücklichmachende Tunes für den letzten Ritt vor dem Nachhause stolpern.

Andre Galluzzi

Der in Frankfurt geborene und in Wiesbaden aufgewachsene Halbitaliener mag vielleicht in puncto Strassenkenntnis den schnauzbärtigen Berliner Taxifahrern nicht das Spreewasser reichen können, doch ist seine Befähigung, was die Bewältigung langwieriger Nachtschichten angeht, über die Stadt -und Landesgrenzen hinaus bekannt.

Wer die Gelegenheit wahrnehmen möchte, sich seine mehrere Stunden währende Performance zu verinnerlichen, der hat bald wieder alle 2 Monate in Berlin, die Möglichkeit. Stunden, in denen es angesichts der feiernden Menge keinen Grund gibt, sich bierseelig an die Bar zu lehnen.
Wer nicht von Galluzzis abwechslungsreichen Sets dazu bewegt wird, seine Beine sich selbst zu überlassen, wer durch die musikalische Qualität nicht dazu angehalten ist, den DJ zumindest auf dem Parkett an Ausdauer zu übertreffen - tja für den sollte doch im Cafe Keese noch ein Plätzchen frei sein.

Den hessischen Sandkästen und Apfelweinlokalen entsprungen, verschrieb sich André Galluzzi 1990 dem Djing. Von den eher privat organisierten Open-Air Partys über die Tätigkeit als Resident im Parkcafe Wiesbaden bis zum Dorian Gray in Frankfurt. Die vielbesungene Berliner Luft stieg ihm ab 1992 bei regelmässigen Gastspielen (ua im
Bunker) in die Nase, deren Gespür für die richtige Mischung aus der Vielfalt elektronischer Sounds ihm ein Engagement im Tresor einbrachte. Seit 1996 wurden aus den astspielen
Heimspiele denn André verlegt sein Leben und Schaffen von der "Druckmetropole" Frankfurt nach Berlin.

Im Verlauf seiner Tätigkeit bei Neuton zwischen 1994-1996 lernt er seinen späteren Weggefährten Paul Brtschitsch kennen. Besonders die gemeinsamen Unternehmungen mit Paul B. legen den Grundstein für die Entwicklung und Gründung des Taksi-Labels 1995. Beider Bestreben, eine Plattform für experimentelle tanzbare Musik zu schaffen, spiegelt sich in den Veröffentlichungen auf Taksi wieder. Geprägt durch André`s DJ-Erfahrungen und Paul`s technisches Know How entsteht der Taksi-eigene deep kickende Sound.
Die Sounds erstrecken sich in ihrer ganzen Vielseitigkeit von dunklen, spacigen Klängen bis hin zur unbeschwerten Lässigkeit houseorientierter Musik, von minimal-pounding über trippig bis hin zu fetten Beats.
Nicht nur simple Tracks sondern eher Songs. Keiner Aneinanderreihung stumpfer Drumlines sondern wirkliche Arrangements. Musikalische Vielfältigkeit - wohl eine Leitdomäne der beiden Taksi-Driver.

So scheint Andre Galluzzi in Berlin das gefunden zu haben, was für ein anspruchsvolles, kreatives Schaffen unabdinglich ist - ein anspruchsvolles Umfeld. Seine Fans, Taksi, Prenzlberg - das ist seine Homebase.

Oliver Goldt

100% passionate music lover & absolute impulsively DJ; beat & sound philosopher, freelance music journalist, member & writer from the labels Freude am Tanzen & Musik Krause and furthermore Club Zooma Plauen, Milnormodern Records etc.

STYLE:
- energetic electric music for dance & listening
- driving funky melodic jazzy sound from past, present and the future
- Rave with heart and brain - house & techno for the lady’s

Mbeck

Das allerbeste was ihr tun könnt ist tanzen!
Dieser bewegungs- philosophisch, liebevollen Aufforderung hat sich Patrick Beyer aus Jena, welcher unter dem Künstlersynonym Mbeck firmiert mit ganzer Kraft verschrieben. Seit 2002 durchforstet er, durch die unheilbare Sucht getrieben, sämtliche Gärten in denen von Experten Vinyl angebaut wird, nach Samen, Knospen und Pflanzen, um in den Clubs unserer Breitengrade seine Stecklinge zum Blühen zu bringen. Sein musikalisches Terrain umfasst elektronische Tanzmusik auf der Grundbasis des 4/4 Taktes im weitesten Sinne. Dabei spannt er den Bogen von minimal bis maximal, mit Sinn & Gefühl für das Wechselspiel von laut und leise.
Eine zusätzliche Affinität hat er in der Tiefe von Dubstep gefunden, deren Volumina er entweder geschickt einstreut oder for-this-style-only zum Besten geben kann. Vielseitigkeit ist somit absolut Trumpf. Das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf abgespeckten, vor Kraft & Würde blühenden, clubbigen Sound der sich zwischen den verschiedenen Säulen der beiden grossen Namen Techno und House so richtig gemütlich macht. Inzwischen ist er schon jede Menge in der Clubwelt herumgekommen, egal ob vor deepness nur so strotzend, gerade-ausufernd, frickelig- percussiv , funky- galoppierend, herausfordernd- soulful, oder enthusiastisch- treibend, das richtige Gespür und Handwerkskunst ist immer auf seiner Seite.
Als selber gerne feiernd und tanzend- sich die Nächte um die Ohren schlagend, ist sein Visier auf den friedlich-feiernden Focus in Richtung Publikum, Veranstalter und Location gerichtet. Er gehört der Thüringer Aktivisten- Achse für Clubsport L’auditeur an, welche als Crew von Gleichgesinnten die Freude am sinnvollen Club-Lifestyle teilen und fördern. Man kümmert sich gemeinsam um Booking, Veranstaltungen, Kommunikation, eigenes Fanzine Min25 (inzwischen leider eingestellt), Vernetzung, Austausch, Merchandising und allem was elektronische Musik als Lebensaspekt bereithalten kann. Seit einiger Zeit schraubt er selber am elektronischen Teufelszeuchs herum. Erstes Relikt dieser Aktivität: Ein gemeinsames Stück mit Krause-Balg Metaboman, unter dem Projektname Patrone welches auf Milnor Modern erschienen ist.

Wer fühlen will, muss hören!

Neolectric

Neolectric, mit bürgerlichen Namen René von Gebhardi, erblickte am 25.03.1979 in Plauen das Licht der Welt. Gleich mit seinem ersten Release in der Hand trug ihn die Hebamme an die Decks.
Hehe..klar..so war’s.
Alles begann 1997 mit regelmässigen Besuchen diverser elektronischer Feiereien im Raum Sachsen und Thüringen. Dort entdeckte er seine Faszination für die unglaubliche Vielfalt elektronischer Musik.
Aber so richtig zündete es erst nach einem Ortswechsel nach Dresden, da wurde er von seinem WG-Mitbewohner endgültig mit der Platten-Nadel infiziert und die Neugier an den musikalischen Möglichkeiten des Plattenspielers wurde schnell geweckt.
Neolectric, abgeleitet von seinen ersten Mixtapes (-neo.lectrics-), merkte schnell welche Richtung ihn am meisten fesselt und inspiriert. Der Drang sich hierüber auszudrücken steigt mit jeder durchtanzten Nacht in den Clubs.

Erste Vinylitäten wanderten ins Haus und vermehrten sich rasant.

Stilistisch bewegt er sich vor allem zwischen Schnickergroove und Knisterknarz, schweift aber auch gern mal in deepere Gefilde ab, erfreut die Kniegelenke und Jawoll-Rufer, Wackelhüften sind ohnehin garantiert.
Egal, ob gerade schön smoothe die Sonne untergeht oder ein böses Klanggewitter durch den Tempel zieht…

Es folgten recht schnell eigene, zuerst noch kleine private Partys und im Jahr 2000 erste offizielle Gigs in regionalen Clubs, vorwiegend in Thüringen und Sachsen, anschliessend dann auch eigene offizielle Veranstaltungen.

Nach mehreren Versuchen sich privat selbst zu finden, angefangen mit Bauingenieurwesen über Wechsel zum Jura-Studium, um dann doch letztendlich sich seine Begeisterung für das Kreative und Abwechslungsreiche einzugestehen, entscheidet er sich schliesslich für die Selbstständigkeit und gründet 2004 in Plauen eine eigene Werbeagentur.

Zurück in der Heimat und durch seine Arbeit als Werbegrafiker, worin er sich hauptsächlich auf Party-Flyer spezialisiert hatte, entsteht ein sehr enger Kontakt zu Veranstaltern, DJ’s und sämtlichen Clubs. Somit kommt das Eine zum Anderen.
Im Sommer 2004, während einer abgefahrenen Electrosause auf der Talsperre Pöhl, wurde für den Vinylclubber David schnell klar, dass Neo Resident im Vinylclub Zwickau werden muss.

Nun folgten viele Gigs an der Seite von internationalen Künstlern, die seine weitere musikalische Laufbahn sehr prägten.
2005 war er von der Gründung an, Mitstreiter und Ratgeber des Club Zooma in Plauen.
Neben seiner gut laufenden Werbeagentur, schaffte er sich in Sachen Musik auch in Thüringen einen guten Namen. So dauerte es nicht lange und er bekam seinen nächsten Resident-Job angeboten.

Seit 2006 ist Neolectric nun Resident im Manga-Club Jena und ist mittlerweile auch für das Booking des Clubs mit verantwortlich.